Der Gesundheitsbonus, den Ihre Mitarbeitenden sofort spüren.
Die betriebliche Krankenversicherung ist private Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber für seine Belegschaft abschließt: Zahnersatz, Sehhilfe, Vorsorge, Heilpraktiker oder Chefarztbehandlung — meist ohne Gesundheitsprüfung, ohne Wartezeit und bis 50 Euro im Monat frei von Steuer und Sozialabgaben.
Vier Dinge, die die bKV von anderen Benefits unterscheiden
Ohne Gesundheitsprüfung
Im Kollektivvertrag werden alle aufgenommen — auch Beschäftigte mit Vorerkrankungen, die privat kaum eine Zusatzversicherung bekämen.
Ohne Wartezeiten
Leistungen stehen in der Regel ab dem ersten Tag zur Verfügung, statt erst nach den sonst üblichen acht Monaten für Zahnersatz.
Bis 50 € steuerfrei
Der Versicherungsschutz ist Sachlohn: bis zur monatlichen Freigrenze frei von Lohnsteuer und Sozialabgaben — beim Arbeitgeber Betriebsausgabe.
Budget statt Bausteine
Viele Tarife geben ein jährliches Gesundheitsbudget, das jede und jeder dort einsetzt, wo es persönlich am meisten bringt.
Zahlen des PKV-Verbands, Stand 31.12.2025 — pkv.de, abgerufen am 12.08.2026.
50 Euro im Monat — die Grenze, um die sich alles dreht
Stellt der Arbeitgeber Versicherungsschutz zur Verfügung, ist das Sachlohn. Sachbezüge bleiben nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG außer Ansatz, solange alle Sachbezüge eines Monats zusammen 50 Euro nicht übersteigen; über § 3 Abs. 1 Satz 4 SvEV gilt das auch für die Sozialversicherung.
Der Unterschied zwischen Sach- und Barlohn entscheidet sich am arbeitsrechtlichen Versprechen, nicht an der Zahlungsweise: Wer Geld zahlt, damit die Beschäftigten selbst eine Versicherung abschließen, wendet Geld zu — mit allen steuerlichen Folgen (BFH, Urteile vom 07.06.2018 – VI R 13/16 und 04.07.2018 – VI R 16/17).
Steuerliche Behandlung im Detail →In vier Schritten zur betrieblichen Krankenversicherung
- 1
Ziel klären
Wen wollen Sie erreichen — alle, oder eine abgegrenzte Gruppe? Aus dieser Entscheidung folgt fast alles Weitere: Beitrag, Gesundheitsprüfung, Arbeitsrecht.
- 2
Budget festlegen
Die 50-Euro-Grenze ist die natürliche erste Marke. Darüber bleibt die bKV möglich, wird aber lohnsteuerlich anders behandelt.
- 3
Marktvergleich
Budgethöhe, Leistungskatalog, Mindestteilnehmerzahl, Fortführungsrecht und Abrechnungsweg unterscheiden sich stark — der Beitrag allein sagt wenig.
- 4
Einführen und erklären
Versorgungsordnung, Meldung an die Lohnabrechnung und — der am häufigsten unterschätzte Punkt — eine verständliche Erklärung an die Belegschaft.
Ausführlich: bKV einführen — Ablauf, Versorgungsordnung, Betriebsrat →
Ihr Betrieb hat noch keine? Dann fragen Sie danach.
Viele Einführungen beginnen damit, dass jemand aus der Belegschaft das Thema anspricht. Wir haben aufgeschrieben, welche Argumente in Betrieben tatsächlich ziehen, wann der richtige Zeitpunkt ist und was auf die typischen Einwände zu antworten ist.
So sprechen Sie Ihren Arbeitgeber an →- Leistungen, die Sie sonst selbst zahlen
- Aufnahme auch mit Vorerkrankung
- Kein Abzug vom Netto bis 50 Euro
- Nach dem Jobwechsel meist privat fortführbar
Was Arbeitgeber und Mitarbeitende wissen wollen
Was ist eine betriebliche Krankenversicherung?
Eine private Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber für seine Belegschaft abschließt und bezahlt. Versicherungsnehmer ist der Betrieb, versicherte Person ist die oder der Beschäftigte. Die Leistungen ergänzen die gesetzliche Krankenversicherung — je nach Tarif etwa Zahnersatz, Sehhilfen, Vorsorge, Heilpraktiker oder Chefarztbehandlung im Krankenhaus.
Müssen Mitarbeitende Gesundheitsfragen beantworten?
In Kollektivverträgen in der Regel nicht. Versichert der Betrieb alle Beschäftigten oder eine klar abgegrenzte Gruppe verpflichtend, verzichten die Versicherer üblicherweise auf Gesundheitsprüfung und Wartezeiten. Bei freiwilliger Teilnahme gelten je nach Anbieter Mindestteilnahmequoten.
Was kostet eine bKV pro Mitarbeiter?
Marktüblich sind Budgettarife zwischen etwa 20 und 100 Euro pro Person und Monat, je nach Budgethöhe und Leistungsumfang. Bis 50 Euro monatlich bleibt der Beitrag als Sachbezug steuer- und beitragsfrei, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Ist die betriebliche Krankenversicherung steuerfrei?
Der Versicherungsschutz ist Sachlohn und bleibt innerhalb der monatlichen Freigrenze von 50 Euro nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG steuer- und über § 3 Abs. 1 Satz 4 SvEV auch sozialversicherungsfrei. Wird die Grenze überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig — es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag.
Was passiert bei einem Jobwechsel?
Endet das Arbeitsverhältnis, endet der Versicherungsschutz aus dem Firmenvertrag. Die meisten Anbieter räumen ein Fortführungsrecht ein: Der Vertrag kann ohne erneute Gesundheitsprüfung privat weitergeführt werden — dann allerdings zum Einzeltarif und auf eigene Kosten.
Was in Ihrem Betrieb möglich ist, hängt an drei Zahlen.
Mitarbeiterzahl, Budget pro Kopf und die Frage, ob alle oder eine Gruppe versichert werden. Nennen Sie uns die drei — Sie bekommen eine belastbare Einschätzung, welche Modelle in Frage kommen und was sie kosten.